Skypark Business Center, Luxemburg Airport, Luxemburg

Beim nachhaltigen CLT-Gebäude stand die Konstruktion über 3 Monate offen. Es galt, die CLT-Platten vor Witterung zu schützen.

Gebäudestandort
Luxemburg, Luxemburg
Projekttyp
Gewerbebau
Projektgrösse
76.500 m²
Architekt
BIG; Metaform 
Bauherr
Luxembourg Airport 
Verarbeiter
Steffen Holzbau, Binder Holzbau, TBS Trockenbau
Verwendete Produkte
Majrex®, Wetguard® 200 SA
"Eine Herausforderung war der Witterungsschutz der Holzkonstruktion, der für etwa drei Monate notwendig war."
Markus Maas, Zimmermeister und Hochbautechniker, Steffen Holzbau S. A 

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und kundenspezifische Fertigung

Verschiedene Länder, ein Ziel: Die Holzkonstruktion dieses aussergewöhnlichen Gebäudes vor der Witterung und eintretendem Wasser zu schützen. Total 43.000m² Wetguard Membrane haben die Verarbeiter hier verwendet. Binder Holz, einer der grössten CLT-Hersteller in Europa mit Sitz in Österreich, hat ein Grossteil davon in ihrem Werk vormontiert. Das luxemburgische Holzbauunternehmen Steffen Holzbau S.A. versiegelte anschließend vor Ort die Fugen der einzelnen CLT-Platten. SIGA hat die Firmen mit individuell hergestellten Wetguard-Bahnen unterstützt. Ausserdem hat der deutsche Betrieb TBS Trockenbau auf der Innenseite der Wand- und Dachkonstruktion auf SIGAs Hygrobrid ® Dampfbremse Majrex 200 gesetzt.  

CLT-Gebäude mit dem Ziel, den CO2-Fussabdruck zu reduzieren

Das Skypark Business Center am Luxemburger Flughafen ist ein beeindruckendes Gebäude, das einen hohen Fokus auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit legt. So wird Brettsperrholz (Cross Laminated Timber, kurz CLT) verwendet. Da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist und die Herstellung von CLT vergleichsweise wenig Energie braucht, gilt CLT als umweltfreundliche Alternative zu Beton oder Stahl. Weiter werden beim Projekt, das direkt neben dem Passagierterminal steht, verschiedene technische Systeme (z.B. Quellüftung) integriert. Diese sorgen für eine hohe Raumqualität und reduzieren den Energieverbrauch. Die Decken aus Holz bleiben auch nach Fertigstellung sichtbar. Zusätzlich sind Dachgärten und eine Doppelfassade Teil des nachhaltigen Konzepts, um das Wohlbefinden der Nutzer zu fördern und Umweltauswirkungen zu minimieren.

Im Gebäude sind neben einer vierstöckigen Tiefgarage unter anderem Einzelhandels-, Hotel- und Gastronomieflächen sowie Büroräumlichkeiten untergebracht.

Interview mit Markus Maas, Zimmerermeister, Steffen Holzbau

Guten Tag, Markus. Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, um mit uns über deine Erfahrungen bei Steffen Holzbau und speziell dem Projekt Skypark Business Center am Luxemburger Flughafen zu sprechen. Um zu beginnen, kannst du dich kurz vorstellen?

Guten Tag. Ich bin 47 Jahre alt und arbeite als Zimmerermeister und Hochbautechniker. Ich bin bereits seit 2003 bei Steffen Holzbau tätig.

Kannst du uns näher erläutern, was deine Aufgabe und Verantwortung im Unternehmen sind?

Mein Hauptaufgabenbereich liegt in der Bauleitung von Grossprojekten. Ich trage die Verantwortung für alles, was mit der Bauleitung zusammenhängt. Dazu gehört die Planung, Bestellung, Mitarbeitendenführung auf der Baustelle, Abrechnung, Logistik und vieles mehr.

Lass uns nun über das Projekt Skypark Business Center sprechen. Welche besonderen Herausforderungen gab es bei diesem Projekt am Luxemburger Flughafen?

Das Projekt Skypark Business Center stellte uns vor einige Herausforderungen. Die Projektgrösse allein war beeindruckend: Das Gebäude hat eine Länge von 365 m, eine Breite von 52 m und eine Höhe von 30 m. Zudem befindet sich das Gebäude in der Nähe des Flugplatzes. Wir hatten auch die Aufgabe, vier Brücken mit einer Länge von etwa 45 m, einer Höhe von 12 m und einer Breite von 16 m zu errichten. Diese Brücken begannen in einer Höhe von 18 m (Unterkante Brücke +18,00m). Eine weitere Herausforderung war der Witterungsschutz der Holzkonstruktion, der für etwa drei Monate notwendig war.

Das Projekt wurde mit CLT-Platten realisiert. Diese wurden in Österreich vormontiert. Wie seid ihr vorgegangen, nachdem die vormontierten Wetguard-Elemente aus Österreich in Luxemburg angekommen sind?

Die vormontierten CLT-Platten wurden mit einem Stapler entladen und dann am Boden vorbereitet. Dabei haben wir die Transportfolie entfernt, die Platten gedreht (mit der Sichtseite nach unten) und eventuelle Transportbeschädigungen beseitigt. Anschliessend haben wir die Platten mit einem Baukran montiert.

Gab es während der Montage Schwierigkeiten oder Fragen, die auftraten? Wie konntest du diese klären?

Ja, es gab einige Herausforderungen. Besonders problematisch war es, wenn die Oberflächen feucht waren, da die Verklebung dann nicht möglich war. In solchen Fällen mussten wir die betroffenen Bereiche (10 cm Streifen) mit einem Tuch abtrocknen, bevor wir die Verschraubungen mit Wetguard verkleben konnten. Die Dachfläche wurde komplett auf der Baustelle verklebt, da eine Vormontage der Folie im Werk nicht sinnvoll war.

Deine Aufgabe bei diesem Projekt war die Montage des Rohbaus aus einer Holzkonstruktion mit rund 60.000 m² CLT-Platten. Welche Rolle spielte dabei die Zusammenarbeit mit SIGA?

SIGA hat uns bei diesem Projekt sehr geholfen, indem sie uns Zuschnitte von Wetguard in den gewünschten Breiten zur Verfügung gestellt haben. Das erleichterte uns die Arbeit erheblich.

Das klingt nach einer effizienten Unterstützung. Was schätzt du insbesondere an der Zusammenarbeit mit SIGA?

Was uns an der Zusammenarbeit mit SIGA besonders gefällt, ist die schnelle Reaktion auf Fragen oder Probleme. Wenn wir Unterstützung benötigten, wurde zeitnah an einer Antwort oder Lösung gearbeitet.

Warum hast du dich speziell für SIGA Wetguard entschieden?

Wir haben uns für SIGA Wetguard entschieden, weil wir bereits seit langem mit SIGA zusammenarbeiten und ihre Produkte gut kennen. Wetguard hat sich als diffusionsoffen, transparent und rutschfest erwiesen, was für unser Projekt von entscheidender Bedeutung war.

Wem würdest du das SIGA Wetguard-Produkt empfehlen?

Ich würde das Produkt all denen empfehlen, die eine zuverlässige Notabdichtung benötigen, ohne dass ein Rückbau erforderlich ist.

Vielen Dank für diese Einblicke.

 

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