Witterungsschutz und Luftdichtheit für den Holzbau

Der technische Leitfaden zum Witterungsschutz von Baumaterialien und zur Gewährleistung einer luftdichten Konstruktion.

Aktualisierungshinweis
Aktualisierungshinweis: Diese Anleitung wurde am 05. Juli 2024 aktualisiert.

Warum sollten Holzbauelemente vor der Witterung geschützt und luftdicht sein?

Holz ist feuchteempfindlich. Daher muss der Wassergehalt von Holz reguliert werden, indem Holzbauelemente während der Bauphase und der Nutzung vor Feuchtigkeit geschützt sind.

Die Planung des Witterungsschutzes ist entscheidend, für den Schutz der Holzelementen vor Regen, Wind und Schnee während allen Bauphasen.

Witterungsschutz für Holzbauelemente mit Wetguard

Abbildung 1 – Witterungsschutz für Holzbauelemente mit Wetguard

Der Witterungsschutz (blau) stellt sicher, dass die Bauelemente während der Bauphase und der Nutzung des Gebäudes trocken bleiben.

Die luftdichte Ebene (rot) garantiert bei der Nutzung von Gebäuden eine optimale Feuchtigkeitskontrolle von innen und Energieeffizienz.

Abbildung 2 – Luftdichte Ebene und Witterungsschutz

Wie luftdicht sind Holzbauelemente?

Die Luftdichtheit von Holzelementen wie Brettsperrholz (CLT) und Furnierschichtholz (LVL) hängt von der Art und Weise ab, wie die einzelnen Lagen miteinander verbunden werden.

Kleben und Stapeln von Holzbrettern

Abbildung 3 – Kleben und Stapeln von Holzbrettern

Angaben zur Luftdichtheit des Holzbauelements werden vom jeweiligen Hersteller zur Verfügung gestellt.

Wie plant man luftdichte Holzbaukonstruktionen?

Es gibt vier Konstruktionsvarianten zur luftdichten Bauweise:

1. Anschlüsse abdichten

Holzbauelemente können miteinander luftdicht verbunden werden, indem man die Wand-Decken-Stösse von aussen mit Klebeband abdichtet. Bei dieser Variante wird ausschliesslich der Verbindungsstoss abgeklebt. Die restlichen Bauteile sind weiterhin den Witterungseinflüssen ausgesetzt.

Abdichten mit Klebeband

Abbildung 4 – Abdichten mit Klebeband

2. Einsatz von Dampfbremsbahnen

Eine durchgehende luftdichte Ebene kann durch den Einsatz einer Dampfbremsbahn auf der Aussenseite der Holzbauelemente erfolgen.

Zur Fixierung der Dampfbremsbahn an den Holzbauelementen sind mechanische Befestigungen erforderlich. Abschliessend wird eine Fassadendämmung aufgebracht.

Abdichten mit Dampfbremsbahn

Abbildung 5 – Abdichten mit Dampfbremsbahn

3. Einsatz von selbstklebenden Bahnen

Eine vollflächig selbstklebende Feuchteschutz-Membrane kann ebenfalls die Aufgabe einer luftdichten Ebene übernehmen.

Für diese Lösung sind keine zusätzlichen mechanischen Befestigungen erforderlich.

Einsatz von selbstklebenden Bahnen

Abbildung 6 – Einsatz von selbstklebenden Bahnen

4. Einsatz von Dampfbremsen

Werden die Innenflächen des Holzbauelements verkleidet (z. B. mit Gipskartonplatten), kann eine innen montierte Dampfbremsbahn die Aufgabe der luftdichten Ebene übernehmen.

Meistens erfolgt jedoch die Abdichtung von aussen, wobei man Witterungsschutz mit Luftdichtheit verbindet.

Abdichten mit Dampfbremse

Abbildung 7 – Abdichten mit Dampfbremse

Was sind typische Holzbaukonstruktionen für Wände, geneigte Dächer und Flachdächer?

Spezifikationen für die Wand

Spezifikationen für die Wand

Spezifikationen für das Steildach

Spezifikationen für Steildach

Spezifikationen für Flachdächer

Spezifikationen für Flachdächer

Kritische Details bei luftdichten Holzbaukonstruktionen

Die Abdichtung von Fugen ist entscheidend für die Luftdichtheit bei Holzbaukonstruktionen. Diese Bereiche müssen abgedichtet werden, um eine unkontrollierte Konvektion und Feuchtigkeitsschäden zu verhindern.

Kritische Details sind:

  • Vertikale und horizontale Anschlüsse von Holzbauelementen
  • Anschlüsse an Dachelemente
  • Anschlüsse an andere Materialien (z. B. Beton)
  • Verbindungen mit dem Erdgeschoss oder dem Fundament
  • Öffnungen und Durchdringungen
Kritische Details für die luftdichte Holzbaukonstruktion

Abbildung 9 – Kritische Details für die luftdichte Holzbaukonstruktion

Zu den wichtigsten Details für eine luftdichte Holzbaukonstruktion navigieren

Wie führt man luftdichte und witterungsgeschützte Holzbaukonstruktionen aus?

Boden-Deckenelemente

Bei Boden- oder Deckenelementverbindungen müssen folgende technischen Aspekte beachtet werden:

  • Alle Anschlüsse müssen luftdicht ausgeführt sein, um eine durchgängige luftdichte Ebene sicherzustellen
  • Die Abdichtung von Bauteilfugen muss flexibel ausgeführt sein, um typische Baubewegungen ausgleichen zu können
  • Anschlüsse von horizontalen Bauteilen müssen sorgfältig vor Feuchtigkeitsschäden geschützt werden
  • Vorab angebrachte, vollflächig selbstklebende Bahnen schützen die Holzbauelemente während Transport-, Lagerung- und Bauphase vor Feuchtigkeit
Boden-/Deckenelemente

Abbildung 10 – Boden-/Deckenelemente

Dachelemente

Der Anschluss von Dachelementen an Holzbauelemente erfordert die folgenden Details zu beachten:

  • Abgedichtete Oberflächen müssen (aus Gründen der Unfallvermeidung oder Bausicherheit) robust und rutschfest sein
  • Die Abdichtung von Bauteilfugen muss flexibel ausgeführt sein, um typische Baubewegungen ausgleichen zu können
  • Fugen müssen während der Bauphase witterrungsgeschützt sein, um die Holzbauelemente vor Feuchtigkeitsschäden zu schützen
  • Vorinstallierte, vollflächige, selbstklebende Abdichtungsbahnen schützen Holzbauelemente vor Feuchtigkeit während des Transports, der Lagerung und der Bauausführung
Dachabdichtung

Abbildung 11 – Dachabdichtung

Boden-Wand-Anschlüsse: geschlossene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar

Mit Dampfbremsbahnen an der Aussenwand werden die Fugen zwischen Boden und Wand abgedichtet:

  • Dampfbremsbahnen und Holzbauelemente bilden zusammen eine luftdichte Schicht mit dampfbremsender Funktion
  • Eine Innenraumgestaltung mit sichtbarem Massivholz ist möglich
  • Geeignete Dampfbremsbahnen können den temporären Witterungsschutz von Massivholz übernehmen
  • Mechanische Befestigungen müssen bei Dampfbremsbahnen eingesetzt werden
  • Anschlüsse an horizontale Bauteile müssen sorgfältig vor Feuchtigkeit geschützt werden
  • Fugenabdichtungen müssen flexibel sein, um Baubewegungen zu ermöglichen
Boden-Wand-Anschlüsse mit Dampfbremsbahnen an der Wand (geschlossene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar)

Abbildung 12 – Boden-Wand-Anschlüsse mit Dampfbremsbahnen an der Wand (geschlossene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar)

Decken-Wand Anschlüsse: geschlossene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar

Mit einer vollflächig selbstklebenden Feuchteschutz-Membrane an der Aussenwand der Holzbauelemente werden Decken-Wand Anschlüsse abgedichtet:

  • Feuchteschutz-Membrane und Holzbauelemente bilden zusammen eine luftdichte Schicht mit dampfbremsender Funktion
  • Eine Innenraumgestaltung mit sichtbarem Massivholz ist möglich
  • Feuchteschutz-Membrane gewährleisten den temporären Witterungsschutz von Massivholz
  • Bei der Montage einer vollflächig selbstklebenden Feuchteschutz-Membrane sind keine mechanischen Fixierungen erforderlich
  • Anschlüsse an horizontale Bauteile müssen sorgfältig vor Feuchtigkeit geschützt werden
  • Fugenabdichtungen müssen flexibel sein, um Baubewegungen zu ermöglichen
Decken-Wand-Anschlüsse mit selbstklebender Feuchteschutz-Membrane an der Wand (geschlossene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar)

Abbildung 13 – Decken-Wand-Anschlüsse mit selbstklebender Feuchteschutz-Membrane an der Wand (geschlossene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar)

Decken-Wand-Anschlüsse: geschlossene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar

Mit Klebebändern an der Wand werden Decken-Wand Anschlüsse abgedichtet:

  • Holzbauelemente sind luftdicht geprüft
  • Die luftdichte Ebene wird durch das Verkleben der Stosse und Durchdringungen erreicht
  • Sichtbare Holzbauteiloberfläche im Innenraum möglich
  • Für Holzbauelemente kann ein zusätzlicher Witterungsschutz nötig sein
Decken-Wand-Anschlüsse mit Klebebändern an der Wand (geschlossene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar)

Abbildung 14– Decken-Wand-Anschlüsse mit Klebebändern an der Wand (geschlossene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar)

Decken-Wand-Anschlüsse: offene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar

Mit Dampfbremsbahnen oder vollflächig selbstklebenden Feuchteschutz-Mambrane an der Aussenwand der Holzbauelemente werden Decken-Wand Anschlüsse abgedichtet

  • Feuchteschutz-Membrane und Holzbauelemente bilden zusammen eine luftdichte Schicht mit dampfbremsender Funktion
  • Eine Innenraumgestaltung mit sichtbarem Massivholz ist möglich
  • Geeignete Dampfbremsbahnen können den temporären Witterungsschutz von Massivholz übernehmen
  • Bei der Montage einer vollflächig selbstklebenden Feuchteschutz-Membrane sind keine mechanischen Fixierungen erforderlich
  • Anschlüsse an horizontale Bauteile müssen sorgfältig vor Feuchtigkeit geschützt werden
  • Fugenabdichtungen müssen flexibel sein, um Baubewegungen zu ermöglichen
  • Fassadenmembranen müssen UV-stabil, dauerhaft witterungsbeständig und alterungsbeständig sein
Decken-Wand-Anschlüsse mit selbstklebender Feuchteschutz-Membrane an der Wand (offene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar)

Abbildung 15 – Decken-Wand-Anschlüsse mit Dampfbremsbahnen oder selbstklebenden Feuchteschutz-Mambrane an der Wand (offene Holzfassade, Holzbauelemente innen sichtbar)

Decken-Wand-Anschlüsse: verputzte Aussenwand, Holzbauelemente innen sichtbar

Mit Dampfbremsbahnen oder vollflächig selbstklebenden Feuchteschutz-Mambrane an der Aussenwand der Holzbauelemente werden Decken-Wand Anschlüsse abgedichtet

  • Feuchteschutz-Membrane und Holzbauelemente bilden zusammen eine luftdichte Schicht mit dampfbremsender Funktion
  • Eine Innenraumgestaltung mit sichtbarem Massivholz ist möglich
  • Feuchteschutz-Membrane gewährleisten den temporären Witterungsschutz von Massivholz
  • Bei der Montage einer vollflächig selbstklebenden Feuchteschutz-Membrane sind keine mechanischen Fixierungen erforderlich
  • Anschlüsse an horizontale Bauteile müssen sorgfältig vor Feuchtigkeit geschützt werden
  • Fugenabdichtungen müssen flexibel sein, um Baubewegungen zu ermöglichen
Decken-Wand-Anschlüsse mit Feuchteschutz-Membrane an der Wand (verputzte Aussenwand, Holzbauelemente innen sichtbar)

Abbildung 16 – Decken-Wand-Anschlüsse mit Dampfbremsbahnen oder selbstklebenden Feuchteschutz-Mambrane an der Wand (verputzte Aussenwand, Holzbauelemente innen sichtbar)

Decken-Wand-Anschlüsse: geschlossene Holzfassade, beplankte Innenwand

Durch Anbringen von Dampfbremsbahnen auf der Innenseite wird die luftdichte Ebene erreicht:

  • Dampfbremsbahnen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her
  • Die Anschlüsse müssen luftdicht sein, um eine durchgängige luftdichte Ebene sicherzustellen
  • Die Abdichtung von Anschlüssen muss flexibel ausgeführt sein, um Bewegungen während der Bauphase kompensieren zu können
  • Bei innen beplankten Wänden wird die luftdichte Ebene hinter der Beplankung ausgeführt
Decken-Wand-Anschlüsse mit Dampfbremsbahn an der Wand (geschlossene Holzfassade, beplankte Innenwand)

Abbildung 17 – Decken-Wand-Anschlüsse mit Dampfbremsbahn an der Wand (geschlossene Holzfassade, beplankte Innenwand)

Decken-Wand-Anschlüsse: Fertigbau-Wandelemente, vorab angebrachte Dampfbremsbahnen

Durch Abdichten von Verbindungen mit Hilfe von Klebebändern wird Luftdichtheit erzielt:

  • Dampfbremsbahnen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her
  • Eine mindestens 60 mm dicke Überdämmung der Dampfbremsbahn im Bereich der Deckenauflage ist erforderlich
  • Das Hirnholz der Wandelemente ist bereits mit robusten selbstklebenden Bahnen abgedeckt
  • Die Anschlüsse müssen luftdicht sein, um eine durchgängige luftdichte Ebene sicherzustellen
  • Die Abdichtung von Anschlüssen muss flexibel ausgeführt sein, um Bewegungen während der Bauphase kompensieren zu können
Decken-Wand-Anschlüsse mit Klebebändern (Fertigbau-Wandelemente, vorab angebrachte Dampfbremsbahnen)

Abbildung 18 – Decken-Wand-Anschlüsse mit Klebebändern (Fertigbau-Wandelemente, vorab angebrachte Dampfbremsbahnen)

Auskragung-Wand-Anschlüsse

Mit selbstklebenden Witterungsschutzbahnen unter der Auskragung werden Boden-Wand-Anschlüsse abgedichtet:

  • Es sind keine mechanischen Fixierungen erforderlich
  • Witterungsschutzbahnen zusammen mit Holzbauelementen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her
  • Die Bahnen übernehmen den Witterungsschutz des Holzbauelements
  • Anschlüsse an horizontale Bauteile müssen sorgfältig vor Feuchtigkeitsschäden geschützt werden
Auskragung-Wand-Anschlüsse mit selbstklebenden Witterungsschutzbahnen unter der Auskragung

Abbildung 19 – Auskragung-Wand-Anschlüsse mit selbstklebenden Witterungsschutzbahnen unter der Auskragung

Wand-Flachdach-Anschlüsse

Witterungsschutzbahnen zusammen mit Holzbauelementen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her:

  • Sichtbare Holzbauteiloberfläche im Innenraum möglich
  • Die Bahnen übernehmen den Witterungsschutz des Holzbauelements
  • Die Flachdachabdichtung muss mit dem Material der Witterungsschutzbahn kompatibel sein
  • Informationen über die spezifischen Anforderungen an Dampfbremsen in deiner Region erhältst du von deinem SIGA-Ansprechpartner
  • Anschlüsse an horizontale Oberflächen müssen sorgfältig vor Feuchtigkeitsschäden geschützt werden
Wand-Flachdach-Anschlüsse mit Witterungsschutzbahnen

Abbildung 20 – Wand-Flachdach-Anschlüsse mit Witterungsschutzbahnen

Wand-Flachdach-Anschlüsse

Dampfbremsbahnen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her:

  • Die selbstklebende Feuchteschutz-Membrane (3) übernehmen den Witterungsschutz des Holzbauelements
  • Die Flachdachabdichtung muss mit dem Material der Dampfbremse kompatibel sein
  • Informationen über die spezifischen Anforderungen an Dampfbremsen in deiner Region erhältst du von deinem SIGA-Ansprechpartner
  • Anschlüsse an horizontale Oberflächen müssen sorgfältig vor Feuchtigkeitsschäden geschützt werden
Wand-Flachdach-Anschlüsse mit Dampfbremse

Abbildung 21 – Wand-Flachdach-Anschlüsse mit Dampfbremse

Wand-Steildach-Anschlüsse

Witterungsschutzbahnen zusammen mit Holzbauelementen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her:

  • Luftdichte und witterungsfeste Abdichtungen müssen durchgängig vom Dach an die Wand angeschlossen werden
  • Sichtbare Holzbauteiloberfläche im Innenraum möglich
Wand-Steildach-Anschlüsse mit Witterungsschutzbahnen

Abbildung 22 – Wand-Steildach-Anschlüsse mit Witterungsschutzbahnen

Wand-Steildach-Anschlüsse

Dampfbremsbahnen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her:

  • Die witterungsfeste Ebene muss durchgängig vom Dach an die Wand angeschlossen werden
Wand-Steildach-Anschlüsse mit Dampfbremse

Abbildung 23 – Wand-Steildach-Anschlüsse mit Dampfbremse

Holz an Betonelemente

Witterungsschutzbahnen zusammen mit Holzbauelementen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her:

  • Die Anschlüsse müssen luftdicht sein, um eine durchgängige luftdichte Ebene sicherzustellen
  • Die Abdichtung von Anschlüssen muss flexibel ausgeführt sein, um Bewegungen während der Bauphase kompensieren zu können
  • Die Abdichtung von Anschlüssen muss mechanischen Einwirkungen und Witterungseinflüssen standhalten
  • Bei Bedarf, die Betonuntergründe mit Dockskin vorbehandeln
Holz-Betonelement-Anschluss

Abbildung 24 – Holz-Betonelement-Anschluss

Wand an Fundament

Dampfsperrbahn zwischen Betonfundament bzw. Kellerdecke und Holzwand muss angebracht werden:

  • Luftdichte und regensichere Verklebung des Sockelbereichs in einer Sockelhöhe von > 300 mm über Terrain einplanen
  • Luftdichte und witterungsfeste Verklebung des Sockelbereichs darf bei besonderen bautechnischen Vorkehrungen auf bis zu 150 mm unterschritten werden (Drainage mit Kiesbett, zusätzliche Abdichtungen, Verblechungen)
  • Die Anschlüsse müssen luftdicht sein, um eine durchgängige luftdichte Ebene sicherzustellen
  • Die Abdichtung von Anschlüssen muss mechanischen Einwirkungen und Witterungseinflüssen standhalten
  • Die Abdichtung von Anschlüssen muss flexibel ausgeführt sein, um Bewegungen während der Bauphase kompensieren zu können
  • Die regensichere Verklebung muss mit den anderen Materialien (z. B. Flüssigkunststoff Abdichtung) im Sockelbereich kompatibel sein
  • Fussschwelle der Wand muss vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt werden, um Feuchtigkeitsschäden am Hirnholz zu vermeiden
Wand-Fundament-Sockelanschluss

Abbildung 25 – Wand-Fundament-Sockelanschluss

Fenster: Vorgesetzte Fenstermontage mit Winkeln oder Konsolen, Massivholzwand mit verputzter Aussendämmung

Witterungsschutzbahnen zusammen mit Holzbauelementen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her:

  • Die Anschlüsse müssen luftdicht ausgeführt sein, um eine durchgängige luftdichte Ebene sicherzustellen
  • Die Abdichtung von Anschlüssen muss mechanischen Einwirkungen und Witterungseinflüssen standhalten
  • Sichtbare Holzbauteiloberfläche im Innenraum möglich
Mit Winkeln oder Konsolen vorgesetzte Fenstermontage, Massivholzwand mit verputzter Aussendämmung

Abbildung 26 – Mit Winkeln oder Konsolen vorgesetzte Fenstermontage, Massivholzwand mit verputzter Aussendämmung

Fenster: Mittige Fenstermontage, Massivholzwand mit Aussendämmung

Witterungsschutzbahnen zusammen mit Holzbauelementen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her:

  • Die Anschlüsse müssen luftdicht ausgeführt sein, um eine durchgängige luftdichte Ebene sicherzustellen
  • Der (Fenster)Brüstungsbereich muss mittels einer zweiten wasserführenden Ebene vor Feuchtigkeitseintritt geschützt werden
  • Sichtbare Holzbauteiloberfläche im Innenraum möglich
Mittige Fenstermontage, Massivholzwand mit Aussendämmung

Abbildung 27 – Mittige Fenstermontage, Massivholzwand mit Aussendämmung

Fenster: Mittige Fenstermontage, Massivholzwand mit Innendämmung

Dampfbremsbahnen stellen eine luftdichte Ebene mit Dampfbremsfunktion her:

  • Die Anschlüsse müssen luftdicht ausgeführt sein, um eine durchgängige luftdichte Ebene sicherzustellen
  • Die Fensterbrüstung muss mittels einer zweiten wasserführenden Ebene vor Feuchtigkeitseintritt geschützt werden
  • Witterungsschutzbahnen und -bänder können die Massivholzwand während der Bauphase schützen
Mittige Fenstermontage, Massivholzwand mit Innendämmung

Abbildung 28 – Mittige Fenstermontage, Massivholzwand mit Innendämmung

Durchdringungen: Wanddurchdringungen mit Aussendämmung, Abdichtung mit selbstklebender Manschette

Witterungsschutzbahnen zusammen mit Holzbauelementen stellen eine luftdichte Ebene inklusive Dampfbremsfunktion her:

  • Durchdringungen müssen luftdicht angeschlossen werden, um eine durchgängige luftdichte Ebene sicherzustellen
  • Es sind keine mechanischen Fixierungen erforderlich
Wanddurchdringungen mit Aussendämmung, Abdichtung mit selbstklebender Manschette

Abbildung 29 – Wanddurchdringungen mit Aussendämmung, Abdichtung mit selbstklebender Manschette

Durchdringungen: Steildachdurchdringungen mit abgedeckter Innendämmung, Abdichtung mit selbstklebender Manschette

Dampfbremsbahnen stellen eine luftdichte Ebene mit Dampfbremsfunktion her:

  • Durchdringungen müssen luftdicht angeschlossen werden, um eine durchgängige luftdichte Ebene sicherzustellen
  • Es sind keine mechanischen Fixierungen erforderlich
Wanddurchdringungen mit abgedeckter Innendämmung, Abdichtung mit selbstklebender Manschette

Abbildung 30 – Wanddurchdringungen mit abgedeckter Innendämmung, Abdichtung mit selbstklebender Manschette

Wie bewertet man Bauteilaufbauten?

Im Fall von Bauteilaufbauten mit diffusionsdichter Aussenschicht (z. B. kompakte Flachdächer in Holzbauweise) muss eine hygrothermische Simulation durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass der Bau vor Feuchtigkeit geschützt ist.

SIGA hilft bei der Auswertung mit einer kostenlosen Computersimulation, wenn im Gebäude eine oder mehrere SIGA Bahnen ausgeschrieben sind. Dazu das Anfrageformular zur Bauteilberechnung ausfüllen und uns zusenden.

Haftungsausschluss: Die in dieser technischen Anleitung enthaltenen Informationen entsprechen den Bedingungen von SIGA. Alle Informationen in dieser Anleitung wurden von unseren Experten sorgfältig ausgewertet. Wir geben jedoch keine Zusicherungen oder Garantien jeglicher Art. Der Einsatz und das Vertrauen in die Informationen dieser Anleitung erfolgt ausschliesslich auf eigenes Risiko.

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